das prinzip bauchlandung. ode an die versandung
210204
die möglichen kapitel dessen, was im buch meiner vorstellung, dem buch der bauchlandungen, geschieht, scheinen unendlich. ich rolle immer wieder neue spielwiesen aus, auf denen dasselbe spiel in kleinen varianten versandet.
ich würfle oder werfe münzen, werfe gar würfel und münze gleichzeitig. die bauchlandung ist beiden gemeinsam und es scheint unwesentlich, ob es sechs oder nur zwei möglichkeiten der bauchlandung gibt. sie ist unvermeidlich.
wie ein kind wundere ich mich über die vielfalt und die verästelung des denkens und manchmal denke ich, dass diese art zu denken und zu schreiben krankhaft ist. aber ich kann nichts krankhaftes finden. ich bemühe mich und mein bemühen rechtfertigt alles.
die neugierde, ob es gelingen wird, die verästelungen wieder zusammenzuführen oder ob es besser ist, das delta des denkens ins meer der widersprüchlichkeit fließen zu lassen, ich weiß es nicht.
auch ob ein leser diese neugierde nachvollziehen will. ob er für sich daraus gewinn oder erkenntnis ziehen kann. im grunde denke ich, er kann, kann es aber auch nicht beweisen.
es ist mir nicht bekannt, dass ähnliche bücher je veröffentlicht wurden, nicht bekannt, ob je kenntnis von versuchen genommen wurde, die eigentlich nur als >ode an die versandung< beschrieben werden können.
das ist genug motivation, mit diesem schreiben, das immer in einer bauchlandung endet, fortzufahren, mich immer wieder neu über die grundsätzliche komplexität des denkens zu wundern und gleichzeitig davon überzeugt zu sein, dass es sich hierbei nicht um philosophische recherche sondern um literatur handelt. ein bisschen einbildung muss sein.
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