das buch: achtzehn

18

das buntgedeckelte buch  liegt zufällig neben mir. es soll, wie alle schreibhefte, die ich je vollgesudelt habe, darunter auch das ehrenwerte graugedeckelte gesangbuch, als zeuge in einem sorgfältig editierten anhang auftreten, damit ihr wisst, wie oft dieses buchexperiment schon fehlgeschlagen ist. und damit ihr ebenso ahnt, dass es nun endlich glückt.

es wird glücken, denn die sudelbücher sind ein materialpuffer, den ich neben meinem zetteltrauma---

zettels traum
schnöder schaum
schnee von gestern
lieber western


---auch hier im buch verwende. materialpuffer sind etwas beruhigendes. sie machen souverän.  

ich greife zunächst nicht nach dem neben mir liegenden buntgedeckelten buch, sondern schlage mein lieblingsbuch, das graugedeckelte gesangbuch auf. es ist ein rhythmisch zu lesendes din-a4-büchlein, aus dem ich schon öfter singend vorgetragen habe. einige zuhörer meinten zu unrecht, dass das  zusammenhangsloses zeugs sei, was ich da singend, maunzend, schluchzend, jaulend und lachend zum besten gebe.

übertrieben exaltiert und gestisch aufgebauscht ist so ein vortrag zwar schon. aber nicht zusammenhangslos. zum beweis hier die ersten dreiundzwanzig seiten:

Kommentare