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beim stöbern in meiner zettelkiste ist mir klar geworden, dass ich meine ideengeber schon in den verschiedensten formen in mein buch mit einbeziehen wollte. bei der letzten stöberei stieß ich auf ein merkwürdiges erzähl-kollektiv:
...ich habe euch damals bewundert und diese bewunderung eurer fähigkeit, zu erzählen, notiert:
immer, wenn ihr den mund auftut, bin ich fasziniert. es ist eine lust, euch zuzuhören. nie unterbreche ich euch. aus angst, euch aus eurer trance zu werfen. einmal habt ihr gesagt, dass ihr vielleicht bald verstummt. aber es kommen immer mehr menschen, euch zuzuhören. merkwürdig nur, dass sich niemand auch nur eine einzige geschichte merken kann. ihr deutet handlungen nur an, doch sie verbreiten sich bei allen wie unterirdisch. ich glaube, euer geheimnis sind die feinen gesten, die eure andeutungen unterstreichen. ohne gesten könnte man keine eurer geschichten verfolgen. zwischen satzfetzen setzt ihr lange, fragende pausen oder ihr trinkt einen schluck wasser. ihr trinkt viel wasser während eurer ezählungen.
so verwundert es nicht, dass das einzig zusammenhängende, das mir je in erinnerung blieb, folgendes war:
man muss viel wasser trinken, denn ohne wasser verdurstet nicht nur der mensch, sondern vor allem seine seele. wer kakao oder kaffee trinkt, will entweder die seele beschweren oder sie nervös machen. aber weder kaffee noch heiße schokolade bekommen ihr. gutes wasser ist alles, was die seele braucht. es ist auch das letzte, was ihr gesagt habt. dann habt ihr gewunken und niemand sah euch je wieder.
beim stöbern in meiner zettelkiste ist mir klar geworden, dass ich meine ideengeber schon in den verschiedensten formen in mein buch mit einbeziehen wollte. bei der letzten stöberei stieß ich auf ein merkwürdiges erzähl-kollektiv:
...ich habe euch damals bewundert und diese bewunderung eurer fähigkeit, zu erzählen, notiert:
immer, wenn ihr den mund auftut, bin ich fasziniert. es ist eine lust, euch zuzuhören. nie unterbreche ich euch. aus angst, euch aus eurer trance zu werfen. einmal habt ihr gesagt, dass ihr vielleicht bald verstummt. aber es kommen immer mehr menschen, euch zuzuhören. merkwürdig nur, dass sich niemand auch nur eine einzige geschichte merken kann. ihr deutet handlungen nur an, doch sie verbreiten sich bei allen wie unterirdisch. ich glaube, euer geheimnis sind die feinen gesten, die eure andeutungen unterstreichen. ohne gesten könnte man keine eurer geschichten verfolgen. zwischen satzfetzen setzt ihr lange, fragende pausen oder ihr trinkt einen schluck wasser. ihr trinkt viel wasser während eurer ezählungen.
so verwundert es nicht, dass das einzig zusammenhängende, das mir je in erinnerung blieb, folgendes war:
man muss viel wasser trinken, denn ohne wasser verdurstet nicht nur der mensch, sondern vor allem seine seele. wer kakao oder kaffee trinkt, will entweder die seele beschweren oder sie nervös machen. aber weder kaffee noch heiße schokolade bekommen ihr. gutes wasser ist alles, was die seele braucht. es ist auch das letzte, was ihr gesagt habt. dann habt ihr gewunken und niemand sah euch je wieder.
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